Mediathek filtern nach

/

Ist der spirituelle Weg elitär?

EIN INTERVIEW ZU ECKHART TOLLE MIT OM C. PARKIN

Von Lijoy Karikott

Der spirituelle Weg ist der Königsweg des Menschen, ein Weg der Heilung und des Wachstums, der unter der Begleitung eines verwirklichten Weisheitslehrers in das höchste Potential des Menschseins führt. Folgendes Interview entstand im Zuge meiner Leidenschaft und Liebe für ernsthafte Spiritualiät. Es ist eine lebendige und kritische Auseinandersetzung mit Eckhart Tolle, dem Autor von „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“. Ich hatte mich gefragt, warum jemand wie Eckhart Tolle viele Vorträge hält, aber keine weiterführende Innere Schule anbietet. Ich danke OM C. Parkin, dem Weisheitslehrer und Autor von „Intelligenz des Erwachens“, dass er sich für dieses Interview zur Verfügung gestellt hat.

OM, ich würde dir heute gerne ein paar Fragen zu Eckhart Tolle stellen, der ja ein sehr bekannter spiritueller Lehrer unserer Zeit ist.

Laut der britischen Tageszeitung „The Guardian“ ist Eckhart Tolle der „erfolgreichste spirituelle Autor der Moderne“ (s. Artikel The bedsit epiphany). Der Redakteur, der den Artikel geschrieben hat, merkt an, dass wahrscheinlich nur der Papst und der Dalai Lama mehr Bücher verkaufen als Eckhart Tolle.

Wie erklärst du dir diesen großen Erfolg von Eckhart Tolle?

OM C. Parkin: Durch die Reduktion der eigentlich komplexen Weisheitslehre auf ganz einfache Botschaften für den konventionellen Geist. Die Weisheitslehre war nicht für die Massen, ist nicht für die Massen und wird auch nicht für die Massen sein.

Das heißt, er spricht nur die Massen an, und es gibt keine Tiefe in seiner Lehre?

OM C. Parkin: Das ist zu einfach. Was lehrt er denn?

Ich habe sein erstes Buch „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ vor Jahren gelesen. Eigentlich ist seine Lehre eine Art Lebenshilfe, indem er dem Leser rät, den jetzigen Moment vollständig anzunehmen. Wenn ein Mensch seine Lebenssituation und den jetzigen Moment vollständig annehmen könne, würde das eine neue Dimension in sein Leben bringen, die das Leben positiv verändert.

OM C. Parkin: Das ist eine einfache machtvolle Botschaft der Lebenshilfe, die natürlich einen wahren spirituellen Kern aus einer umfassenden Weisheitslehre in sich trägt. Zu glauben, Gegenwärtigkeit oder die Kraft der Gegenwart sei zugänglich für einen gewöhnlichen Menschen, ohne die verborgenen Organisationsstrukturen der geistigen Welt durchdrungen zu haben, ist hochgradig naiv. Natürlich hat diese Botschaft eine große Kraft, und ich bin auch sicher, dass es vielen Menschen nur mittels des Lesens so eines Buches oder des Besuches einer öffentlichen Veranstaltung gelingt, relative Gegenwärtigkeit vorübergehend zu erlangen.

Vollkommene Gegenwärtigkeit kann nicht mit einer Technik oder mit einem Trick in irgendeiner Form erlangt werden. Gegenwärtigkeit ist letztlich einfach nur das, was übrigbleibt, wenn die Instanz im Bewusstsein des Menschen, die wir den denkenden Geist nennen, wenn diese Instanz sich als eine eigene Entität vollständig aufgelöst hat. Die Vorstellung, man könne einfach mittels der absichtsvollen Aufmerksamkeitshaltung auf diesen Moment diesen Geist auslöschen, das ist, wie gesagt, eher eine Lebenshilfe als eine ernstzunehmende Lehre des inneren Weges. Das müsste eingebettet sein in eine umfassende Weisheitslehre. Ist Eckhart Tolle ein Weisheitslehrer? Vollendete Gegenwärtigkeit, das bedeutet auch Tod. Der Tod des denkenden Ichs als getrennte, persönliche Identität, denn das Ich ist Geschichte, ist Zeit. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. „Mind is time and time is mind“, waren Papajis Worte.

Das heißt ja, wenn ich dich jetzt höre, dass ein Mensch, der seine Aufmerksamkeit absichtsvoll nur auf das Jetzt richtet, nicht erwacht. Eckhart Tolle spricht immer wieder vom Jetzt als dem Haupttor zum Erwachen.

OM C. Parkin: Die absichtsvolle Aufmerksamkeitshaltung auf die Präsenz des Augenblicks zu richten, ist nichts anderes als das, was jeder Meditierende in seiner Meditationspraxis tut. Doch Der-welcher-die-Absicht-hat ist das Hindernis. Solange er nicht gewichen ist, gibt es kein vollendetes Jetzt.

Du hast gerade in Frage gestellt, ob Eckhart Tolle ein Weisheitslehrer ist im umfassenden Sinne, und es gibt auch Stimmen, die sehen das genauso: dass Eckhart Tolle eigentlich nur ein erfolgreicher spiritueller Autor ist.

OM C. Parkin: Nein, das wollte ich damit nicht zwangsläufig sagen. Ich kann über den Prozess des Erwachens, der in ihm geschehen ist, nicht wirklich etwas aussagen. Aber ich kann etwas darüber aussagen, ob das durch ihn Vermittelte eine vollständige Weisheitslehre darstellt oder nicht. Als ein Schüler zu mir kam und Eckhart Tolle als einen Advaita-Lehrer bezeichnen wollte, sagte ich: 'Pop-Advaita'. Das ist Pop-Advaita: Die Reduktion und Verflachung der Advaita-Lehre auf  einfache Botschaften, die herausgegriffen werden. Das ist weit entfernt von einer ernstzunehmenden und umfassenden integralen Lehre über das integrale Potential menschlicher Intelligenz und über die wahre Natur des Menschen. Aber wie gesagt, um erfolgreich zu sein im Sinne der Breite, um die Massen anzusprechen, braucht es Simplifizierung... nur so etwas kann Massen ansprechen. Ein Buch von Sri Aurobindo z. B., „Die Synthese des Yoga“, das wird niemals die Massen ansprechen.

Du meinst, Komplexität schreckt die Massen ab!?

OM C. Parkin: Komplexität schreckt die Bequemlichkeit eines durchschnittlichen Hobby-Spiritualisten ab. Oder sie verführt den Rationalisten zu intellektuellen Höhenflügen. Komplexität spiritueller Lehre kann nur folgendermaßen beschrieben werden: Einfachheit in Komplexität und Komplexität in Einfachheit. Die Weisheitslehre ist beides: einfach und komplex. Komplex und einfach.

Du hast den Begriff des Weisheitslehrers verwendet. Im Indischen gibt es ja den Begriff des Gurus. Laut der indischen Definition wäre ein Guru ein Weisheitslehrer: jemand, der die Verdunkelung des Bewusstseins eines Menschen vertreiben kann, oft auch eine jahrelange Lehrer-Schüler-Beziehung unterhält und den Schüler mitunter auch konfrontiert, wenn es sein muss. Wenn man die Vorträge von Eckhart Tolle sieht oder wenn man ihn in einem Vortrag erlebt, wirkt er oft als ein 'sehr freundlicher Lehrer'. Ich habe noch nie gesehen, dass er irgendwie laut geworden ist oder zornig. Was macht aus deiner Sicht einen wahren Guru aus? Wenn du in fragestellst, ob Eckhart Tolle ein Weisheitslehrer ist- was ist er dann in deinen Augen?

OM C. Parkin: Durch die Form von Eckhart Tolle wird mit Sicherheit etwas vermittelt, das für die Massen der Menschen wertvoll ist. Die Glaubenskirche ist ja auch für die Massen der Menschen wertvoll, für die Massen der Gläubigen. Um die Massen anzusprechen braucht es in dieser Form des Lehrers eine Harmlosigkeit, die den Fels dieses Egos, seinen harten Kern nicht ernsthaft bedrohen kann. Wer will schon wirklich mit seinen Selbstlügen konfrontiert werden? Und ich denke, dass der Großteil der Geschehnisse, die mit und um Eckhart Tolle geschehen, sicherlich Geschehnisse sind, die eher der sinnstiftenden, trostspendenden Glaubensreligion zuzuordnen sind. Ich möchte nochmal betonen, dass ich nichts aussagen möchte über – das kann ich mir nicht erlauben, weil ich ihn bisher nicht kennengelernt habe – den Prozess des Erwachens und das, was durch ihn geschehen ist, sondern nur über die Vermittlung der Lehre- die noch keine umfassende Lehre ist.

Also das heißt, du siehst ihn durchaus auch als einen Menschen, der eine umfassende Transformation durchlaufen hat oder kannst du dazu gar nichts sagen aus dem, was du bisher von ihm weißt?

OM C. Parkin: Nein, wie umfassend die Transformation ist, die durch ihn geschehen ist, darüber kann ich letztendlich nichts aussagen. Ich nehme Authentizität wahr, das in jedem Fall.

Dann würde ich dich gerne noch etwas zu einem Aspekt seiner Lehre fragen. Neben dem Jetzt und der Fokussierung der Aufmerksamkeit auf das Jetzt ist ein Konzept, das Eckhart Tolle auch oft verwendet, das Konzept des sogenannten Schmerzkörpers. Er beschreibt beispielsweise den Schmerzkörper als eine Ansammlung von emotionalem Schmerz aus der Vergangenheit, die als „negatives Energiefeld den Körper und den Verstand eines Menschen besetzt“ halten. Er unterscheidet dabei auch zwischen individuellen und kollektiven Schmerzkörpern. Du sprichst in deiner Lehre oft auch vom kollektiven Geist und vom individuellen Geist. Kannst du das Vorhandensein eines Schmerzkörpers für ein Individuum und ein Kollektiv bestätigen? Reicht es aus, die Aufmerksamkeit auf den Schmerzkörper zu richten, wenn er auftaucht? Tolle beschreibt, dass dieser Schmerzkörper sich auch auflösen kann, wenn die Gegenwärtigkeit auf ihn gerichtet wird.

OM C. Parkin: Nein, aus meiner Sicht ist das Konzept eines Schmerzkörpers auch so eine Simplifizierung von Phänomenen, die ich in der Bewusstseinshierarchie des Menschen nach Gurdjieff dem 2. Gehirn zuordne. Und Schmerz ist zwar ein wesentliches, aber nur eines dieser Phänomene unter anderen. Dass dieser feinstoffliche Körper des Menschen, den er hier anspricht, auch Schmerz enthält, damit bin ich natürlich einverstanden. Das ist nicht sehr schwer, das zu sehen. Allerdings erweckt dieses Konzept den Eindruck, als hätte Schmerz einen eigenen Körper und überhaupt als sei Schmerz das zentrale Phänomen oder Gefühl auf der negativen Seite dieses Emotionalkörpers, der von manchen Lehrern auch als Pranakörper bezeichnet wird. Es gibt verschiedene Begrifflichkeiten.

Natürlich gibt es sowohl individuelle als auch kollektive Phänomene einer jeden Bewusstseinsstufe. Zudem geht es in der Weisheitslehre nicht mehr ausschließlich um die Betonung, sich von negativen Anhaftungen zu befreien, sondern es geht vielmehr darum, sich von negativen und positiven Betonungen zu befreien. Darüber habe ich von Eckhart Tolle nichts gehört.

Ja, das habe ich auch nicht bei ihm gelesen. Er legt den Fokus tatsächlich nur auf Negatives, also auf das, was das Leben eines Menschen negativ belastet.

OM C. Parkin: Das ist in der trostspendenden und sinnstiftenden Glaubensreligion immer der Fall. Sie dient als Lebenshilfe und unterstützt den menschlichen Geist in seiner Hinwendung zum Positiven, zum Sinn-vollen anstatt zum Sinn-entleerten, zum Guten, anstatt zum Bösen. Und tatsächlich liegt darin zunächst auch ein deutlicher, relativer Zuwachs an erfahrenem Glück. Das Ganze geschieht immer noch auf der Ebene linearen Denkens. Es ist unmöglich, die Massen zu lehren: Trenne dich von der Anhaftung an den Schmerz und an die Freude. Das sind Lehren vom Weg der Transformation. Mystische Lehren, die die Linearität des Denkens zurücklassen und übersteigen. Ich bezeichne den Eintritt in die Mystik als paradoxen Weg und der paradoxe Weg ist kein Weg für die Massen.

Das hört sich elitär an.

OM C. Parkin: Genau. Auf diese Aussage antwortet Ken Wilber trocken: „Das hoffe ich doch sehr. Wenn Sie zu einem Basketspiel gehen, möchten Sie dann mich, oder Michael Jordan spielen sehen? Wenn Sie bereit sind, 130 Millionen für ein Gemälde auszugeben, möchten Sie dann eines von mir, oder eines von Van Gogh?“ Nur im moralisch verzerrten Verständnis der Massen ist „elitär“ ein Schimpfwort.

Eckhart Tolle zitiert in seinem genannten Buch Mystiker aus den verschiedensten Traditionen. In dem Buch werden auch mehr oder weniger alle großen heiligen Bücher namentlich genannt, von der Bhagavad Gita über das Tao Te King bis zur Bibel. Fast alle großen religiösen Texte tauchen irgendwo auf. Wenn ich dich jetzt höre und Eckhart Tolle tatsächlich auch ein Mystiker ist, wie ich dich auch als Mystiker sehe, dann heißt das ja, dass er diesen Aspekt der Nicht-Anhaftung an Freude bewusst ausläßt, um die Massen zu erreichen?

OM C. Parkin: Ob Eckhart Tolle ein Mystiker ist, das ist eine offene Frage. Er läßt nicht nur bestimmte Aspekte aus, er läßt ganze Felder der Weisheitslehre aus. Insofern brauchen wir uns jetzt hier nicht auf einen bestimmten Aspekt beziehen. Ob er das bewusst ausläßt, ob er das selbst nicht durchdrungen hat, ob es ihm nicht zugänglich ist, darüber kann ich keine Aussage treffen. Es wird durch die Form Eckhart Tolle einfach nicht gezeigt. Ich glaube, auf diese nichturteilende Feststellung können wir uns hier einigen, oder?

Ja. Könntest du noch ein paar Worte dazu sagen, was aus deiner Sicht eine umfassende Weisheitslehre eben ausmacht? Du hast es kurz angedeutet: der integrale Weg, die integrale Praxis, was heißt das genau?

OM C. Parkin: Die integrale, vollständige Weisheitslehre umfasst das Wissen um das Nicht-Selbst ebenso wie das Wissen um das Selbst.

Ich habe den Begriff des Nicht-Selbst bei Eckhart Tolle auch schon gehört. Was verstehst du darunter?

OM C. Parkin: Das Nicht-Selbst besteht zu erheblichen Anteilen aus dem sogenannten Unterbewusstsein. (Freuds Erkenntnissen sei Dank) Man stelle sich jetzt einen Hörer von Eckhart Tolle vor, der hört, man müsse nur die Aufmerksamkeit auf die Kraft der Gegenwart richten. Und wir müssen in diesem Moment verstehen, dass der, der die Botschaft von Eckhart Tolle hört, sozusagen nur mit einem kleinen Teil seiner selbst überhaupt hören kann, weil ein Großteil seiner selbst ihm zum Hören gar nicht zur Verfügung steht. Ich bezeichne dieses Nicht-Selbst auch mit einem einfach zugänglichen Bild als einen Eisberg, der zu einem kleinen Teil aus dem Wasser emporragt und zu einem großen Teil unter Wasser liegt. Diese Struktur unter Wasser wurde von Gangaji beispielsweise einfach als 'latent tendencies' beschrieben, was ja harmlos klingt. Papaji sprach von „unarisen thoughts“, nichtaufgestiegene Gedanken. Das Ober-Bewusstsein denkt, das Unter-Bewusstsein lenkt. Das ist erstmal die Realität über das Nicht-Selbst.

Das heißt, dass ein Eckhart-Tolle-Hörer letztendlich nur die Spitze des Eisbergs berührt und nicht wirklich nachhaltig in die Tiefe dringen kann?

OM C. Parkin: Nein, es geht ja nicht um den Eckhart-Tolle-Hörer. Den gibt es ja gar nicht. Ich meine, jemand, durch den die notwendige Sadhana geschehen ist, die notwendige innere Praxis, eine reife Seele kann auch durch vielleicht einen letzten Wink der Gegenwart vollständig in dieser Gegenwart aufgehen. Ein Tropfen kann das Fass zum Überlaufen bringen. Aber zuvor muß das Fass randvoll gefüllt sein.

Er selbst hatte keinen äußeren Lehrer. Du hast gerade angesprochen, manchmal ist es auch möglich, dass eben durch einen Wink des Lebens eine Transformation geschieht. Ramana Maharshi zum Beispiel hatte auch keinen Lehrer und durch ihn ist eine umfassende Transformation geschehen. Ramana hat auch keine Massen angesprochen...

OM C. Parkin: Ramana hat über die Jahrzehnte doch einen erheblichen Bekanntheitsgrad erreicht. Und Ramana war auch unter Indern recht bekannt, schon zu Lebzeiten.

Unter Indern auf jeden Fall.

OM C. Parkin: Was ja auch daran liegt, dass in Indien etwas andere Gesetzmäßigkeiten herrschen in Bezug auf die Durchdringung der Kultur mit spiritueller Lehre. Massen kamen dennoch nie zu Ramana Maharshi.

Du hast festgestellt: Eckhart Tolles Lehre ist simplifiziert. Ist sie dennoch im Sein eingebettet? Nimmt er auf einer unpersönlichen Ebene seinen gottgewollten Platz ein oder siehst du noch Aspekte von Ego in ihm wirken?

OM C. Parkin: Eckhart Tolle nimmt seinen Platz im Großen Gefüge ein. Und es gibt an diesem Platz nichts zu verändern. Er lehrt die Menschen einen ganz bestimmten Mosaikstein der Lehre und das ist weder richtig noch falsch. Es ist einfach so wie es ist. Wenn ein Schüler des Weges den transformativen Weg gehen möchte und die letzte Lehre empfangen möchte, dann ist Eckhart Tolle vermutlich nicht weiterführend. Wer ist weiterführend? Diese Frage beantwortet jeder Schüler entsprechend seines Bewußtseinsstandes. Und wird geführt vom Selbst. Wenn er sich denn führen läßt. Der Großteil spiritueller Schüler braucht sowieso keinen erleuchteten Lehrer.

Eckhart Tolle ist eher ein Lehrer für die Massen ohne große Gefährdung für den verhärteten Fels des Egos, das aus dem Schatten wirkt. Seine subtilen Schichten, die selbst Wahrheit, Liebe, Erleuchtung wohl zu imitieren wissen. Doch wie sagte schon Papaji: Besser, sie imitieren Erleuchtung, als sie imitieren Leiden. Naja, ganz ernst meinte er das sicherlich nicht. Und -  wie gesagt -  in einigen Fällen reicht auch ein einziger Tropfen- und das Fass läuft über.

Ich danke dir für dieses Gespräch, OM.

Das Interview fand am 28.09.2012 auf Gut Saunstorf – Ort der Stille nahe der Hansestadt Wismar statt. OM C. Parkin wirkt und lehrt hier als Weisheitslehrer und Philosoph. Neben seinen öffentlichen Zusammenkünften (Darshans) und Vorträgen leitet er die Enneallionce – School for Inner Work, eine integrale Lebensschule für Erwachsene, deren Kern eine Mysterienschule ist.

Interview mit OM. C Parkin, Gut Saunstorf - Ort der Stille, 2012.
drucken nach oben